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Der Umzug bei den Nomaden

Nomaden ziehen von einem Ort zum nächsten. Der Umzug bei Nomaden ist wichtig, auch damit die Tiere frisches Gras und Kräuter an anderem Ort fressen können. Die mongolische Jurte (Ger) ist sehr einfach gebaut, lässt sich sehr praktisch ab- und aufbauen. So ist sie für Umzüge und Transport sehr gut geeignet. Die Jurte besteht aus Gitterhölzern für Wände und Dach, dazu Filz als Dämmung und eine wasserdichte Plane als Außenseite. Die Tür der Jurte ist immer nach Süden ausgerichtet.

Den Umzug bei Nomaden planen

Meist wird an ruhigen sonnigen Tagen umgezogen. Früh morgens wird die Jurte abgebaut, jeder hat seine Aufgaben und die Kinder helfen auch mit. Bevor die Nomadenfamilie endgültig den Platz verlässt, wird er gesäubert. Falls noch Löcher in der Erde sind, werden sie zugemacht, dem Ort wird gedankt und dann Umzug geht meistens in der Pferdezeit zwischen 11:40 und 13:40 Uhr los.

Die Frauen kümmern sich vor allem um die Kinder, die Männer um die Tiere und die Leitung des Umzugs. Der Zielort kann vorher ausgewählt werden. Am Ziel ankommend, wird die Jurte aufgebaut, die Frau kocht Tee, der als Opfer an den neuen Ort gegeben wird und alle den „Herrn der Orts“ darum, sich hier wohlfühlen zu dürfen.

Jeder Familie hat bis zu zwei Jurten. Kleinere Jurte dienen meist als Küche im Sommer, im Winter werden dort Lebensmittel gelagert, auch kleinere Tiere, wie Zicklein im Frühjahr, leben mit in den Jurten.

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